Die Augenlinse


Die Linse ist aufgrund ihrer Elastizität und Verformbarkeit verantwortlich für den flexiblen Anteil der Brechkraft des Auges.

Sie besteht aus mehreren Schichten. Die äußerste Hülle ist die Linsenkapsel, gefolgt von der Rinde und dem Kern.

Abbildung 1: Schichtenaufbau der Augenlinse
Abbildung 1: Schichtenaufbau der Augenlinse

Die Linse ist an den sogenannten Zonulafasern aufgehängt. Kontrahieren sich diese, dann flacht sich die Linse ab (Einstellung auf die Ferne). Wenn sie gelockert werden, dann nimmt die Linse eine Kugelform an (Einstellung auf die Nähe).

Abbildung 2: Akkommodationsvorgang und Spannungszustand der Zonulafasern
Abbildung 2: Akkommodationsvorgang und Spannungszustand der Zonulafasern

Im Laufe des Lebens trübt die Linse immer weiter ein. Hierbei kommt es zu einem Wachstum und Verdichtung des Linsenkerns. So entsteht der graue Star (Katarakt).

Abbildung 3: Schematische Darstellung einer klaren Linse (links) und eines grauen Stars (rechts)
Abbildung 3: Schematische Darstellung einer klaren Linse (links) und eines grauen Stars (rechts)

Somit wird die Linse immer starrer, d.h. immer weniger verformbar. Ältere Schichten des Kerns enthalten mehr unlösliche Proteine und Kalkeinlagerungen sowie weniger Wasser.
Deswegen können wir uns dann immer weniger gut auf verschiedene Entfernungen einstellen, was als Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bezeichnet wird.

Abbildung 4: Querschnitt durch den vorderen Teil des Auges. Sehr schön zu erkennen, ist die Position der Augenlinse hinter der Regenbogenhaut und ihr Aufhängeapparat.
Abbildung 4: Querschnitt durch den vorderen Teil des Auges. Sehr schön zu erkennen, ist die Position der Augenlinse hinter der Regenbogenhaut und ihr Aufhängeapparat.



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