Privatärztliche Gemeinschaftspraxis Prof. Dr. Augustin & Dr. Scholl, Lichtentalerstr. 1, 76530 Baden-Baden

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Diabetische Retinopathie

Bei Patienten, die an Diabetes mellitus leiden, ist die regelmäßige Untersuchung der Augen, im Speziellen der Netzhaut von großer Wichtigkeit. Bei einer guten Blutzuckereinstellung lassen sich Veränderungen der Netzhaut für eine lange Zeit verhindern. Bei schlecht eingestelltem Blutzucker bzw. mit zunehmender Dauer der Diabeteserkrankung steigt das Risiko eine Diabetische Retinopathie zu entwickeln.

Netzhautödem

Die typischen Veränderungen in der Netzhaut von betroffenen Diabetikern sind: Exsudate (Ablagerungen von Stoffwechselprodukten), Punkt- und Fleckblutungen, strukturelle Veränderungen der Blutgefäße, Schwellung der Netzhaut und krankhafte Neubildung von Gefäßen.

Bild: Augenhintergrund mit diabetischen Veränderungen: Ablagerungen (hellgelbe Stellen) und Blutungen


Ursächlich für die genannten Veränderungen ist der permanent erhöhte Blutzuckerspiegel, der zu einer Schädigung der Blutgefäße im gesamten Körper führt, so auch der Blutgefäße in der Netzhaut. Die Folge ist eine Unterversorgung der Netzhaut mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Zusätzlich verändert sich die Struktur der Gefäße derart, dass sie porös werden und Blut und Flüssigkeit in die Netzhaut entweichen kann.




Bild: diabetisch bedingte Netzhautschwellung



Um der Unterversorgung der Netzhaut entgegenzuwirken, bildet der Körper Wachstums- und Entzündungsfaktoren, die dazu führen, dass neue Blutgefäße gebildet werden. Diese neugebildeten Gefäße sind jedoch schadhaft und entlassen ebenfalls vermehrt Flüssigkeit in die Netzhaut, es kommt zu einem Netzhautödem (Schwellung der Netzhaut), wodurch die Sehschärfe abnehmen kann.

Die Therapie der diabetischen Retinopathie richtet sich nach dem Stadium und der Schwere der Erkrankung. Zur Verfügung stehen die Lasertherapie (verschiedene Verfahren: zentrale Laserbehandlung, Laserflächenkoagulation), die intravitreale Gabe von Medikamenten und weitere operative Verfahren.